Praxis für Physiotherapie und osteopathische Techniken


 

Gunda LambrechtUnser Plus seit 2012

Osteopathische Techniken sind in der Regel keine reinen Kassenleistungen. Sie benötigen für eine Behandlung ein Privatrezept eines Arztes oder Heilpraktikers. Seit Januar 2012 erstatten einige Krankenkassen die Leistungen zumindest teilweise, da wir Mitglied im Bundesverband Osteopatie e.V. (bvo) sind. Zu weiteren Information klicken Sie hier: »Osteokompass  und  »Bundesverband Osteopathie

 

Die osteopathischen Techniken gliedern sich in drei Teilbereiche:

  1. Strukturelle Techniken behandeln Dysfunktionen der Gelenke, diese Technik ist am ehesten mit der sogenannten Manuellen Medizin, welche auch die Chiropraxis bzw. Chirotherapie einschließt, vergleichbar. Störungen des Bewegungsapparates, wie Gelenkblockierungen u.a., können durch sanfte Techniken gelöst, Verspannungen gelockert.
  2. Viszerale Techniken sind für die Behandlung von inneren Organen, (Blut-) Gefäßen und einem Teil des Nervensystems zuständig. Dieser Bereich der osteopathischen Techniken gewinnt wegen der Beziehungen der Organe zum Bewegungsapparat immer mehr an Bedeutung. Bei chronischen Erkrankungen und ständig wiederkehrenden Beschwerden (z.B. bei chronischen Schmerzzuständen im Bereich der Wirbelsäule ohne Nachweis einer strukturellen Veränderung) können osteopathische Techniken lindernd wirken.
  3. Cranio-Sacrale Techniken (lateinisch:cranium = Schädel; sacrum = Kreuzbein) arbeiten mit dem sogenannten cranio-sacralen Rhythmus. Dies ist ein subtiler, am ganzen Körper spürbarer Rhythmus, wahrscheinlich ausgelöst durch die ständige Produktion und Resorption von Gehirnflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis). Zwischen diesem cranio-sacralen System und dem ganzen Körper mit seinen Organen, Muskeln, Knochen und seinem Nerven-, Gefäß- und Hormonsystem etc. bestehen enge wechselseitige Beziehungen. Störungen in dem einen System können sich auf das andere übertragen, und umgekehrt. Durch die Cranio-Sacrale Techniken können solche Störungen ertastet und durch meist sehr sanften Druck auf den Schädel oder bestimmte Körperregionen normalisiert werden.

 

Was von uns behandelt werden kann:

Bewegungsapparat

Achillodynie, Adduktorenreizung, Bandscheibenvorfall, Beckenbodeninsuffizienz, Chonropathia patellae, Epikondylitis, Fersensporn,Psoassyndrom, Interkostalneuralgien, Ischiassyndrom, Kopfscherz, Leistenschmerz,  Lumbago, Lumboischialgie, Piriformissyndrom, Plantarfascitis, Störungen des Iliosakralgelenks, Schwindel, Supinationstrauma, Thoracic-Outlet-Syndrom, Tibialis-Anterior-Syndrom

Kinderheilkunde

Kiss- Syndrom, exzessives Schreien im Säuglingsalter, Dreimonatskoliken, Verengung des Tränenkanals, Schlafprobleme, Reflux, Lernstörungen, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, hyperkinetisches Syndrom

Hals/Nasen/Ohren

Allergie, Asthma bronchiale, Bronchitis, Mittelohrentzündung (Otitis medis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Orofaziale Dysfunktion

Zahn- und Kieferorthopädie

Kiefergelenksprobleme, Zahnfehlstellungen, Begleitung nach kieferorthopädischer Behandlung, cranio-mandibuläre Dysfunktion

Internistisch

Blasenentzündung, funktionelle Störungen des Verdauungsapparates, Obstipation, Sodbrennen, schwaches Immunsystem, Burn-Out-Syndrom, Fibromyalgie, Narbenbehandlung nach Operationen, manche Arten von Herzbeschwerden und Bluthochdruck, Inkontinenz.

Zur Geschichte der Osteopathie:

Die Osteopathie wurde von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) begründet und ist der Ursprung der heute bekannten Therapieformen Chiropraktik und Manuelle Therapie. Dr. Still stellte während seiner Tätigkeit als Mediziner fest, daß viele Erkrankungen des Körpers mit einer Änderung der Beweglichkeit und Statik des Körpers, insbesondere des Bewegungsapparates, einhergehen. Daraufhin entwickelte er ein Konzept, um durch die Behandlung über das Knochengerüst ( griechisch: "osteon") die Erkrankung (griechisch: "pathos") zu behandeln. Der Begriff Osteopathie war geboren. Heute betrachtet die Osteopathie nicht nur den Bewegungsapparat, sondern darüber hinaus auch die funktionellen Zusammenhänge mit den Organen sowie dem Gefäß- und Nervensystem. Im Gegensatz zur traditionellen, sogenannten Schulmedizin, welche sich primär auf die Symptombehandlung konzentriert, ist die Osteopathie bemüht, die Ursache eines Leidens festzustellen und zu behandeln. Sehr häufig stellt man dabei fest, daß der Ort, an dem ein für den Patienten spürbares Problem auftritt, nicht mit dem Ursprung seines Leidens identisch ist. Vielmehr ist dies häufig das letzte Glied in einer ganzen Kette von Veränderungen, wobei der Auslöser subjektiv völlig beschwerdefrei sein kann. Die Osteopathie ist in Deutschland noch keine anerkannte Heilmethode.